1. Die Welt von HELIOS: EU-Strafe gegen Microsoft zeigt Wirkung
2. Neu: UB+ Desktopdatenbank kann verlagert werden
3. Unterstützung für Red Hat 5
4. ICC DeviceLink in UB+ eröffnet neue Möglichkeiten
HELIOS Newsletter 4/2008
Liebe(r) HELIOS Interessent(in),

Heute versorgen wir Sie wieder mit frischen Informationen aus der Welt von HELIOS. So haben Sie in Sachen Software die Nase ganz weit vorn. Wenn Sie das auch Ihren Kollegen gönnen, dann empfehlen Sie diesen Newsletter doch einfach weiter. Bis dahin viel Spaß beim Lesen!

Ihr HELIOS Team

Helmut Tschemernjak
Geschäftsführer
1. Die Welt von HELIOS: EU-Strafe gegen Microsoft zeigt Wirkung
Ende Februar hat Microsoft einen "Wechsel" in der Unternehmensstrategie angekündigt, wonach die Windows-Netzwerk- und internen Protokolle, bestehend aus ca. dreißigtausend Seiten Dokumentation, offen gelegt wurden (unter anderem die SMB/CIFS und MS-Office Protokolle). Nachdem Microsoft seine Monopolstellung 20 Jahre lang genutzt hat um sich Mitbewerber fern zu halten, begrüßen wir diesen Schritt. Nun können Drittanbieter ihre Produkte besser auf Windows abstimmen, was zu mehr Wettbewerb und damit zu besseren Produkten führt. Davon profitieren alle.



2. Neu: UB+ Desktopdatenbank kann verlagert werden
Das neue UB+ Update u0710 ergänzt den Desktop-Server um ein neues Feature: Nach Setzen einer Präferenz kann die Desktopdatenbank (".Desktop") an einen beliebigen Ort außerhalb des Volumes verlagert werden. Dies bringt folgende Vorteile mit sich:

• Eine stabile Desktopdatenbank, auch wenn der Speicherplatz des Volumes zur Neige geht
• Verbesserte Leistung bei sehr ausgelasteten Volumes
• Timeouts, hervorgerufen durch Verzögerungen beim "Flushen" der ZFS-Desktopdatenbank, werden vermieden

Diese Verbesserung der allgemeinen Leistungsfähigkeit und Stabilität der Desktopdatenbank erfolgte auf Anregung unserer Kunden. Bekannte Probleme sind, dass Sun ZFS Volumes keine "root Reserve" für freien Platz auf dem Datenträger unterstützt und den gesamten Disk-Cache flushen, wenn die Desktopdatenbank gesichert wird. Das Flushen der Desktopdatenbank auf einen UFS-Datenträger löst das Problem mit dem ZFS-Timeout. Auch andere Server (keine Sun ZFS-Server) können vom Auslagern der Desktopdatenbank auf einen separaten Datenträger dahin gehend profitieren, dass das Dateisystem nicht betroffen ist, wenn in dem Benutzervolume der Speicherplatz knapp wird. In sehr ausgelasteten Volumes kann ein separater Speicherort für die Desktopdatenbank die Geschwindigkeit steigern. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Beschreibung für das Update u0710, welches für alle Benutzer mit einem aktuellen Software Upgrade Service Agreement zur Verfügung steht.



3. Unterstützung für Red Hat 5
Als HELIOS Plattform unter Linux unterstützen wir jetzt auch Red Hat 5. Da der AppleTalk Kernel von Red Hat nicht zur Verfügung gestellt wird, muss dieser selbst kompiliert werden. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung des von HELIOS kompilierten Kernel-Moduls. Details hierzu mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie auf dem HELIOS Webserver unter "HELIOS supported platforms" im Bereich "Support".



4. ICC DeviceLink in UB+ eröffnet neue Möglichkeiten
In unserer HELIOS UB+ Produktgeneration haben wir das eingebaute Farbmanagement um folgende Punkte erweitert:

• ICC 4 Profile
• Tiefenkompensierung ("Black Point Compensation")
• Optionen zum Beibehalten von Primärfarben in Vektor- und Rasterbildern
• ICC DeviceLink Profile

Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die neue Unterstützung von ICC DeviceLink Profilen. Standardmäßig werden bei der ICC-Farbwandlung alle Farben vom Quellfarbraum, z. B. RGB, in einen Zwischenfarbraum (Lab) und dann in den Zielfarbraum, z. B. CMYK, gewandelt. Auf diese Weise können die Benutzer Lab-/RGB-Daten für verschiedene Ausgabezwecke aufbereiten.

Bei der Konvertieren von CMYK-Druckaufträgen zwischen Druckprozessen für verschiedene Zwecke, z. B. von gestrichenem zu ungestrichenem Papier, treten mit den ICC-Standardwandlungen Probleme auf. So wird beispielsweise aus einem reinen (100%) Schwarz nach einer ICC-Farbwandlung ein Bunt-Schwarz:


Ein weiteres Problem in Verbindung mit Farbwandlungen von CMYK nach Lab und wieder nach CMYK sind Verläufe:



Das Bild zeigt einen reinen Cyan-Verlauf (links), die ICC-Farbwandlung macht daraus jedoch einen unsauberen Verlauf in Cyan und Schwarz (rechts).

Die folgenden speziellen Problemfelder treten bekannterweise bei einer neuen Separation bestehender CMYK-Bilder bzw. -Dokumente auf:

• Bestehende Primärfarben wie Schwarz werden zerstört
• Die Veränderung einer einzelnen Farbe, z. B. aus 90% Gelb könnte 83%Gelb und 5% Magenta werden
• Unsaubere Verläufe einzelner Farben (Abrisse, Schillern)
• Ernsthafte Probleme beim Überdrucken, z. B. Aussparungen anstelle von Überdrucken

Jetzt aber die gute Nachricht: Für diese speziellen CMYK-nach-CMYK-Wandlungen können DeviceLink Profile verwendet werden. DeviceLink Profile verwenden Lab nicht als Zwischenfarbraum, sondern wandeln stattdessen auf Basis von ICC CMYK mit CMYK direkt. DeviceLink Profile können mit Profilwerkzeugen von Drittanbietern, wie z. B. CoLiPri, erstellt werden indem zwei verschiedene CMYK-Profile kombiniert und spezielle Regeln zur Vermeidung der oben beschriebenen Probleme definiert werden. Darüber hinaus können DeviceLink Profile Farbe (und damit Geld) sparen und das Drucken zuverlässiger machen. ICC-DeviceLinks werden seit HELIOS UB+ unterstützt und können in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

• Auf Tools oder "Hot Folder" basierten Bildumwandlungen mit ImageServer
• Drucken von PDF 1.3 oder PDF/X über PDF HandShake
• DeviceLink Umwandlungen während der OPI-Bildersetzung (PostScript oder PDF-OPI)
• Proofsimulation von DeviceLink Druckausgaben

Um die in UB+ eingebaute Unterstützung für DeviceLink nutzen zu können, ist es erforderlich DeviceLink Profile zu erstellen oder sich fertige DeviceLink Profile zu beschaffen. Hilfe erhalten Sie von Firmen wie z. B. der Impressed GmbH, die über das Fachwissen, einen Satz Standard DeviceLink Profile und Produkte zum Erstellen eigener DeviceLink Profile, die mit HELIOS UB+ benutzt werden können, verfügen. Details finden Sie unter www.impressed.de oder per E-Mail: info (at) impressed.de

Zusammenfassung
HELIOS UB+ enthält bereits spezielle Funktionen für das Farbmanagement, die einige der oben erwähnten Probleme bei der ICC-Farbwandlung vermeiden. Beispielsweise können reine Schwarz-, Grau-, Weiß- und CMY-Farben erkannt und beibehalten werden. Eine zusätzliche Kontrolle über CMYK-nach-CMYK-Farbwandlungen steht Ihnen mithilfe von DeviceLink Profilen zur Verfügung.


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